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Môtier

Weinbaudorf in der polit. Gem. Haut-Vully FR, Seebez. Strassendorf am Murtensee. 1230 Mostier. 1558/59 27 Feuerstätten; 1657 50 Häuser; 1811 369 Einw.; 1860 254; 1991 228. Neolith. Ufersiedlungen. Die Kirche Saint-Pierre (monasterium), die M. ihren Namen gab, ist älter als der Ort. Sie wurde auf rom. Überresten erbaut und zu Beginn des 16. Jh. erweitert. Der Neubau des Schiffs erfolgte 1824, die Restauration der gesamten Kirche 1944. Die Pfarrei, die 1228 Lugnorre genannt wurde, umfasste die Gem. Bas-Vully und Haut-Vully. Mit Einführung der Reformation ging die Kollatur 1530 an Bern über. 1892 wurde die Kapelle der Evang. Freikirche errichtet. Gegen 1700 ist in M. eine Schule bezeugt, die 1833 neu gebaut wurde. Im 17. Jh. gab es zwei Mühlen. Patriz. Winzerhäuser wurden im 17.-19. Jh. errichtet. Mit der ersten Juragewässerkorrektion von 1868-91 gewann die Gem. kultivierbares Land am See. Die Gemeindeverwaltung von Haut-Vully befindet sich in M.


Literatur
Kdm FR 4, 1989, 296-338

Autorin/Autor: Marianne Rolle / CN