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Laederach, Monique

geboren 16.5.1938 Les Brenets,gestorben 17.3.2004 Peseux, ref., von Vechigen. Tochter des Jean-Rodolphe, Pfarrers, und der Hilde geb. Maeder, Deutsche. ∞1961 Jean-Pierre Monnier (1973 Scheidung). Musikal. Ausbildung in Wien, dann Stud. der Geisteswissenschaften an den Univ. Lausanne und Neuenburg (1974 Lizentiat), ab 1962 gleichzeitig Deutschlehrerin. 1970 erschienen ihre ersten Gedichte ("L'étain la source"), darauf folgten Romane, Hörspiele und Theaterstücke, in denen die Suche nach dem Stil die Themen strukturierte. Im Mittelpunkt von "La femme séparée" (1982) steht ein Paar, "Trop petits pour Dieu" (1986) befasst sich mit dem von der Grenze eines neutralen Landes aus betrachteten Krieg, in "Les noces de Cana" (1996) und "Je n'ai pas dansé dans l'île" (2000) geht es um die Identität und ums Teilen. Das ganze Werk der Autorin widerspiegelt das Leiden am Frausein. L. war auch neben dem Schreiben sehr aktiv (Vorträge, verleger. Tätigkeit, Literaturkritik). Sie übersetzte Deutschschweizer (Erika Burkart, Adolf Muschg) und dt. Autoren (Franz Kafka, Rainer Maria Rilke) ins Französische. 2003 erschienen ihre gesammelten Gedichte. 1977, 1982 und 2000 Schiller-Preis (2000 für das Gesamtwerk).


Literatur
– Y. Lassueur, Monique L., [Video], 1988
– D. Jakubec, Solitude surpeuplée, 1990
– C. Beausoleil, La poésie suisse romande, 1993
Francillon, Littérature 4, 180 f., 396-401

Autorin/Autor: Catherine Dubuis / PTO