Breite

Zivilgem. B.-Hakab, seit 1806 in der polit. Gem. Nürensdorf ZH. Weiler beim Kulminationspunkt der Strasse Zürich-Winterthur. 1172 Preiti. 2000 498 Einw., vorwiegend in neueren Einfamilien- und umgenutzten Bauernhäusern. B. gehörte hochgerichtlich zum Illnauer Teil des sog. oberen Amts der Grafschaft Kyburg. Im 15. und zu Beginn des 16. Jh. teilten sich das Chorherrenstift Embrach (Bussen bis 9 Schilling) und weltl. Vogtherren (Fam. Schwend von Zürich, Trüllerei von Schaffhausen, Breitenlandenberg in Winterthur) in die Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit, welche Zürich mit der Säkularisation des Stifts und durch Kauf (1538) gänzlich an sich zog. Offnung 1439, Einzugsbrief 1571. Kirchlich ursprünglich bei Kloten, gehört B. seit 1539 zur Kirchgem. Bassersdorf. Die 1970 unter Bundesschutz gestellte Oswaldkapelle stammt aus dem 12. Jh. (Fresken des 14./15. Jh.).


Quellen
SSRQ ZH I/2, 136-144
Literatur
– W. Drack, Kapellen B. und Rikon, 1977

Autorin/Autor: Martin Illi