21/11/2011 | Rückmeldung | PDF | drucken

Schwändi

Ehem. polit. Gem. GL, die 2011 mit Betschwanden, Braunwald, Elm, Engi, Haslen, Linthal, Luchsingen, Matt, Mitlödi, Rüti, Schwanden (GL) und Sool zur neuen Gem. Glarus Süd fusionierte. Bergdorf, auf der Abbruchmasse eines prähist. Bergsturzes zwischen Guppen- und Hanslirunse am Fuss des Vorderglärnisch gelegen. Umfasst Ober- und Unterschwändi sowie den Weiler Lassigen. 1350 Swendi. 1753 164 Einw.; 1798 532; 1850 823; 1900 610; 1950 551; 2000 395. Bis 1395 war S. dem Kloster Säckingen abgabenpflichtig. Ursprünglich war S. nach Glarus pfarrgenössig, seit 1349 gehört es kirchlich zu Schwanden. Die Bevölkerung trat 1528 wohl mehrheitlich zum ref. Glauben über. Bis 1769 verfügte S. mit Sool und Mitlödi über gemeinsamen Land- und Waldbesitz. Die vom MA an betriebene Kleinviehzucht wurde auch nach dem Aufkommen der Baumwollhandspinnerei zu Beginn des 18. Jh. weitergeführt und stellte im 19. Jh. neben dem Wildheuen einen wichtigen Nebenerwerb für die vorwiegend ausserhalb der Gem. beschäftigten Textilarbeiter dar. Seit 1785 ist eine Schule nachgewiesen, das Primarschulhaus wurde 1835 gebaut. 1933 errichteten Freiwillige ein kleines Schwimmbad. S. besitzt ausser dem Wald keine natürl. Ressourcen. Seit jeher verursachen Murgänge und Lawinen gewaltige Schäden. 2005 stellte der 1. Sektor 46% der Arbeitsplätze.


Literatur
– H. Knobel, Gesch. der Gem. S., 1969

Autorin/Autor: Karin Marti-Weissenbach