18/11/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Glattbrugg

Fraktion der polit. Gem. Opfikon ZH. Ursprünglich eine Brücken- und Gewerbesiedlung an der Glatt. Vor 1034 pontem fluvii, qui dicitur glat, nach 1331 Glatbrucge. 1783 bestand G. aus einer Mühle, einem Gasthof, einer Schmiede und einem Wohnhaus. 1880 100 Einw.; 1941 814; 1980 7'978. Die Mühle wird 1303 erstmals erwähnt. Nach Abschluss der Glattkorrektion 1890 ersetzten Turbinen die alten Mühlräder und dienten 1894-1912 der Kunstseidenspinnerei Lehner, 1912-70 der Teppichfabrik Hauser. Versch. Grenzen gingen durch den Weiler: Die Mühle, dem Fraumünster in Zürich und dem Kloster Einsiedeln grundzinspflichtig, gehörte schon 1302 zur Vogtei Rümlang und kam erst 1852 zu Opfikon. Die übrigen Wohn- und Arbeitsstätten zählten zur Gem. Oberhausen, die der Obervogtei Schwamendingen unterstand. Die Mühle G. war bis 1716 Teil der ref. Kirchgem. Rümlang, danach wie die übrige Siedlung Teil der Kirchgem. Kloten bzw. seit 1958 der ref. Kirchgem. Opfikon-G. 1865 erhielt G. eine Bahnstation auf der Linie Oerlikon-Bülach, seit 1977 eine an der Strecke Zürich-Kloten. 1908-30 führte eine Strassenbahn nach Zürich-Seebach. 1962-85 erfolgte der Bau der Thurgauerstrassen A1b und A20. Nach 1950 wuchs G. zum Ballungszentrum zwischen dem Flughafen Zürich-Kloten und der Stadt Zürich.


Literatur
– H. Kläui et al., Opfikon, G., Oberhausen einst und jetzt, 1969
– M. Illi, «Energie aus der Glatt», in Njbl. der Stadt Opfikon 4, 1990

Autorin/Autor: Martin Illi