Adetswil

Siedlung in der polit. Gem. Bäretswil ZH, Zivilgem. bis 1930. Die Dorfschaft bestand 1920 aus dem Weiler A. und 25 Einzelhöfen. 850/858 Adaloltiswilare. 1467 5 Haushalte; 1634 104 Einw.; 1836 691; 1850 624; 1920 508. Frühma. Gräberfeld (Altfund von 1836). Hochgerichtl. unterstand A. vom MA bis 1798 der Grafschaft Kyburg, niedergerichtl. der Herrschaft Greifenberg. Kirchl. gehört A. zu Bäretswil. 1787 beschäftigten sich 60% der Einw. mit Baumwollspinnerei. Dorfbrände von 1832 bzw. 1859 zerstörten 12 bzw. 32 Holzhäuser. 1830 ging der Waldbesitz der Zivilgem. an eine Korporation über. Industrie: 1875-1974 Seidenspinnerei Tobel (später Hirzel & Co.), 1879 Stickerei Grüenau. 1904 Erholungshaus für Kinder, seit 1968 Heilpädagog. Institut St. Michael. Seit ca. 1930 Ausflugsrestaurant Rosinli (Schaubenberg). Nach 1950 wurde die nach Süden exponierte ehem. Zelg Engelstein mit Einfamilienhäusern überbaut.


Literatur
– A. Sierszyn, Unser Bäretswil, 1983

Autorin/Autor: Martin Illi