Malagny

Weiler in der polit. Gem. Genthod GE. 1295 Malagnier. Im MA gehörten die Herrschaften M. und Genthod zum Mandement Peney und damit zum Bistum Genf. Lehensherrin war die Fam. von Genthod. Das Kloster Bellerive, die für die Kapellen der Kirche Saint-Germain zuständigen Pfarrverweser sowie das Priorat Saint-Victor besassen ebenfalls Land in M. Als Enklave im Pays de Gex ergaben sich für M. immer wieder Schwierigkeiten. Der Grenzverlauf wurde erst 1749 in einem Sonderartikel im Vertrag von Paris zwischen Genf und dem franz. König genau festgelegt. Das Landgut Grand-M. wurde 1725-52 von der Fam. Saladin erbaut, die die Häuser des Weilers nach und nach aufkaufte und abreissen liess. 1819 erwarb Alexandre Marcet das klassizist. Herrenhaus, danach folgten mehrere Besitzerwechsel. 2006 kaufte die Franck Muller Gruppe das Gut.


Literatur
– G. Fatio, Histoire de Genthod et de son territoire, 1943 (21988)
– C. Amsler, Maisons de campagne genevoises du XVIIIe siècle 2, 2001, 110-119

Autorin/Autor: Martine Piguet / MD