Balmegg

Herrschaft zähring. Ministerialen im Südosten des Bucheggbergs, gleichnamige Burg ("Rappenstübli") nordwestl. von Balm bei Messen. Einziger urkundl. bekannter Vertreter des Geschlechts von B. ist ein H. de Balmegge (1241), dessen Witwe Gertrud mit den Frh. von Sumiswald verwandt war. Ungeklärt ist das Verhältnis der Burg B. zu Buchegg. Die Güter beider Burgen lagen buntgemischt in demselben Herrschaftsgebiet. Nach 1276 war die Burg B. in Händen der Gf. von Buchegg, die sie evtl. gegr. hatten. 1311 zerstörten Solothurn und Bern die Burg, zu diesem Zeitpunkt im Besitz von Burkard Senn von Münsingen, eines Schwagers des Gf. Hugo von Buchegg. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1335 wie Buchegg und Alt-Signau durch einen von Hugo von Buchegg geschlossenen Vertrag, der Burger zu Bern wurde, offenes Haus dieser Stadt. Die Herrschaft B. teilte das Schicksal der Buchegg: Erben waren nach Hugo von Bucheggs Tod (gestorben 1347) dessen Verschwägerte Senn und Signau. Nachdem die Burg B. 1383 im Kiburgerkrieg erneut zerstört worden war, gelangten Burg und Herrschaft B. 1391 mit dem Bucheggberg in Solothurns Besitz.


Literatur
– H. Sigrist, «Die Gf. von Buchegg», in Jurabl. 35, 1973, 57-73
SolGesch. 1

Autorin/Autor: Othmar Noser