28/11/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Bachtelen-Bad

Polit. Gem. Grenchen SO, auch Grenchen-Bad genanntes, 1818 vom Liberalen Josef Girard eingerichtetes und anschliessend von seinem Sohn Josef (1803-69) geführtes Heilbad. Von der konservativen Regierung erst 1824 definitiv bewilligt wurde B. europaweit bekannt als Zufluchtsstätte verfolgter Demokraten (Karl Mathy, Giuseppe Mazzini, Agostino und Giovanni Ruffini), doch mussten die ital. Flüchtlinge an Neujahr 1837 infolge zunehmenden internat. Drucks wieder abreisen. Danach diente B. 1864-98 als internat. Knaben-Eliteschule (Inst. Breidenstein), 1898-1904 als Kurhaus, 1904-15 als Töchterinst. 1916 verlegte der Pfarrer Otto Widmer die 1891 gegr. St. Josephsanstalt mit 200 Kindern ins B. Nach baul. Erweiterungen sowie pädagog. und organisator. Erneuerungen in den 1970er Jahren beherbergt B. zu Beginn des 21. Jh. das Sonderpädagog. Zentrum für Verhalten und Sprache.


Literatur
SolGesch. 4, 26-30
– R.W. Walter Vom Heilbad zum Kinderheim Bachtelen, 2004

Autorin/Autor: Urs Zurschmiede