11/05/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Unterwasser

Dorf in der polit. Gem. Wildhaus-Alt St. Johann SG. In der Talebene von Alt St. Johann am Zusammenfluss der Säntis- und der Wildhuserthur und zu beiden Seiten der vereinigten Thur gelegen. 15. Jh. Under dem Wasser. 1827 81 Einw.; 1990 751; 2010 685. Im MA lag U. im Herrschaftsgebiet der Gf. von Montfort. Im 13. Jh. gingen Besitzungen durch Schenkung der Edlen von Ganterschwil an die Benediktinerabtei St. Johann. 1555 wurde U. der Abtei St. Gallen inkorporiert. Durch die Aufhebung der Schule Schwendi und die Vereinigung mit der Schule Nesselhalden entstand 1835 der Schulkreis U. In bescheidenem Rahmen betrieb man in U. Seidenweberei, ab 1840 Plattstichweberei und ab 1874 die Maschinenstickerei. Nach 1860 entwickelte sich U. zum Molken- und Luftkurort, nach dem Bau der Standseilbahn U.-Iltios 1934 auch zum Winterkurort. Als tourist. Attraktion gilt der Wasserfall der Säntisthur im Chämmerlitobel.


Literatur
– O. Widmer, Das oberste Toggenburg, 1945
Echt Toggenburg, 2010

Autorin/Autor: Hans Büchler