09/07/1999 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Busskirch

Kirchdorf südöstl. von Rapperswil (SG) am Ufer des oberen Zürichsees, polit. Gem. Jona SG, heute Wohnquartier in der Agglomeration Jona-Rapperswil. 842/843 Fossonas ecclesiam, 854 Fussinchirichun, 1209 Buschilche. Umschlagplatz am röm. Verkehrsweg Zürich/Winterthur-Chur/Italien. Die frühma. Pfarrkirche St. Martin mit ihrem Friedhof ruht auf den Überresten eines röm. Gebäudes (1.-4. Jh.). Vom 8. Jh. an verfügte das Kloster Pfäfers in B. über die Kollatur, Zehntrechte und ausgedehnten Grundbesitz. 1351 wurde die Kirche dem Kloster inkorporiert (bis 1838). Die Siedlung B. bildete mit Jona eine Allmendgenossenschaft. Sie unterstand der Herrschaft der Gf. von Rapperswil, später der Stadt Rapperswil. Durch die Gründung der Pfarreien Jona und Rapperswil (12./13. Jh.) schrumpfte die Grosspfarrei B.; 1945 wurde sie in die Kirchgem. Rapperswil integriert.


Literatur
– A. Helbling, Die Gesch. der uralten Pfarrei B. am oberen Zürichsee, neu bearb. von L. Helbling, 1976

Autorin/Autor: Alois Stadler