Bernhardzell

Orts-, Kirch- und Schulgemeinde in der polit. Gem. Waldkirch SG, zwischen Sitter und Tannenberg gelegen. 898 Pernhartescellam. 1825 647 Einw. (kath. Pfarrei); 1950 678; 1990 860 Einw. Abtbf. Salomo III. von Konstanz-St. Gallen inkorporierte 898 B. der von ihm errichteten Kirche St. Mangen (St. Gallen). Die Vogtei B. wurde 1302 an die Herren von Griesenberg verpfändet (Offnung 1393), 1394 vom Kloster St. Gallen wieder zurückgekauft und war bis 1798 als Hauptmannschaft des Hofgerichts ein Teil des Landshofmeisteramtes der Fürstabtei St. Gallen. Nach zeitweiligem Anschluss (1528-31) an die Reformation wurde B. 1531 von der reformiert bleibenden Stadtkirche St. Mangen abgetrennt und 1548 die kath. Pfarrei B. gegründet. 1776-78 Bau der heutigen Pfarrkirche St. Johannes Baptist durch Johann Ferdinand Beer als prächtiger Zentralbau mit Deckengemälden von Franz Ludwig Herrmann und Rokokostuckaturen von Peter Anton Moosbrugger. 1803 wurde B. mit Waldkirch zur polit. Gem. Waldkirch vereinigt.


Literatur
– P. Traxler, Chronik von Waldkirch-B., 1991

Autorin/Autor: Cornel Dora