Aïre

Dorf in der polit. Gem. Vernier GE, am rechten Rhoneufer in einer Flussschleife gelegen. 1317 Aeyria. 1992 1'685 Einw. Bronzezeitl. Siedlungsspuren. Im MA war der Grossteil der Güter in A. im Besitz der Propstei Saint-Jean, die auch den Zehnten erhob. Kirchl. gehörte A. zur Pfarrei Saint-Gervais. 1536 wurde es der ref. Kirchgem. Vernier zugeteilt, einer Filiale Meyrins. Von da an war die Gesch. A.s mit der von Vernier (ab 1816 Gem. des Kt. Genf) identisch. Im Ancien Régime wurde in A. v.a. Landwirtschaft betrieben. Einige konzessionierte Goldwäscher beuteten die Rhone aus. In den 1930er Jahren entstanden die Häuser der Siedlung Coin de Terre für Fam. mit bescheidenem Einkommen. Die Gartenstadt von A., eine 1923-24 errichtete Arbeitersiedlung von kleinen Häusern mit Gärten, liegt nun auf dem Gebiet der Gem. Genf. Eine Kläranlage wurde 1967 in Betrieb genommen.


Literatur
– P. Pittard, Profil de Vernier, 1975

Autorin/Autor: Martine Piguet / AA