Randen

Dünn besiedelter Juraausläufer im Westen des Kt. Schaffhausen, dessen höchste Erhebung beim Hagenturm (Gem. Beggingen) auf 912 m liegt. Die Randenhöhen wurden ab dem FrühMA gerodet und mit Einzelhöfen und kleinen Dörfern besiedelt, die ab dem 14. Jh. meist wieder aufgegeben wurden. Im frühen 20. Jh. entstanden erneut Einzelhofsiedlungen. Am R. bzw. in den Randentälern liegen die Dörfer Siblingen, Schleitheim, Beggingen, Bargen, Merishausen und Hemmental, ausserdem die meisten Gem. des Klettgaus sowie die nördl. Teile der Stadt Schaffhausen (Breite, Eschheimertal, Griesbachhof, Herblingen). Das Gebiet wurde zur Keimzelle der Schaffhauser Herrschaft (Mundat). Neben der Landwirtschaft war der R. bis ins 19. Jh. als Holzlieferant und Gebiet zur Eisenerzgewinnung von Bedeutung. Die Waldnutzung war so stark, dass der R. im 17. Jh. fast völlig abgeholzt war. Heute ist er v.a. als Naherholungs- und Naturschutzgebiet bekannt. Von besonderer Bedeutung ist die Flora (Orchideen, Steppenpflanzen). Neben Rhein und Klettgau ist der R. von grosser Bedeutung für die Schaffhauser Identität.


Literatur
– H. Russenberger, Der R., 1984
– C. Birchmeier, Bohnerzbergbau am Südranden, 1986

Autorin/Autor: Roman Sigg