Brülisau

Pfarrdorf und Schulgem. am Fusse des Hohen Kastens, liegt zum grösseren Teil im Bez. Rüte AI. Einzelne Höfe links des Brüelbaches gehören zum Bez. Schwende AI. Um 1350 Brünlisouw. Der Ort muss aber älter sein, weil der Standort der späteren Kapelle eine Exklave zur Rhode Lehn auf Rütner Gebiet bildete. Die Dorfbildung setzte mit dem Bau (1478) der ersten, von Appenzell aus betreuten Kapelle ein, verstärkt durch die Erhebung zur Filiale 1647 bzw. zur Pfarrei 1845. Die heutige neurom. Sebastianskirche wurde 1879-80 erbaut (1975 restauriert). In lockerem Abstand scharen sich um Pfarrkirche und Friedhof Pfarrhaus, Schulhaus (1894-96) und zwei Gasthäuser. Mit dem Bau der Luftseilbahn B.-Hoher Kasten 1964 setzte die tourist. Erschliessung ein. Zwei Gastgewerbebetriebe wurden z.T. markant vergrössert. 1981 entstand ein Mehrzweckgebäude. Seit 1947 ist B. durch einen Postautokurs mit Weissbad verbunden. Zu B. gehören zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe in Streusiedlung.


Literatur
AppGesch. 1 und 3
Kdm AI, 1984, 391-397
– K. Dörig, 25 Jahre Luftseilbahn B.-Hoher Kasten, 1989

Autorin/Autor: Hermann Bischofberger