Iberg (SZ)

Ehem. polit. Gem. SZ, Bez. Schwyz. Die Gem. wurde 1884 in Oberiberg und Unteriberg geteilt. 1397 Yberg. 1850 1'642 Einw.; 1880 2'096. Der Name bezeichnet inzwischen die Region, die sich von der Ibergeregg bis fast an den Sihlsee erstreckt. In der Schenkungsurkunde Ks. Heinrich II. an das Kloster Einsiedeln von 1018 wurde I. umschrieben. I. zählte im Marchenstreit zwischen Schwyz und dem Kloster Einsiedeln zum umstrittenen Gebiet. 1350 wurde es im abschliessenden Vergleich Schwyz zugesprochen. Während Jahrhunderten bot die Vieh- und die Forstwirtschaft fast die einzige Erwerbsmöglichkeit, vom 16. bis Anfang des 19. Jh. wurden viele Waldgebiete gerodet und das Holz nach Zürich verkauft. 1640 ist erstmals eine Säge erwähnt. Für eine kurze Zeit um 1600 ist der Abbau von Eisenerz dokumentiert. Versuche der Glasherstellung im 17. Jh. und das Projekt eines Salzbergwerks um 1720 schlugen fehl. In der 2. Hälfte des 19. Jh. ermöglichte die Heimarbeit für die Textilindustrie einen Nebenerwerb. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jh. nahm der Wintertourismus einen beträchtl. Aufschwung, v.a. im 1970 eröffneten Skigebiet Hoch-Ybrig und auf der Ibergeregg (Skiregion Mythen). Die Region orientierte sich zu Beginn des 21. Jh. Richtung Einsiedeln und Zürichsee.


Archive
– StASZ
Literatur
– A. Dettling, «Die grossen Waldniederlegungen in I. und die Holzlieferungen an den Stand Zürich vom Ende des XVI. bis zu Anfang des XIX. Jh.», in MHVS 8, 1895, 41-86

Autorin/Autor: Erwin Horat