Unteriberg

Polit. Gem. SZ, Bez. Schwyz, entstanden 1884 durch die Trennung der Gem. Iberg in Oberiberg und U. Sie umfasst die Gemeindeteile U., Studen und Waag. 1397 Yberg. 1888 1'400 Einw.; 1900 1'414; 1950 1'213; 2000 2'220. Die Kirche St. Joseph wurde 1873 eingeweiht und 1980-91 restauriert; die Erhebung U.s zur eigenständigen Pfarrei erfolgte 1885. Zur reichen Sakrallandschaft gehören auch die Kapellen St. Magdalena im Ochsenboden (1606), St. Ottilia (1758), Syti (Mitte 19. Jh.), Boden (Mitte 19. Jh.) und Hirsch (1907). Während Jahrhunderten dominierten in U. Land- und Forstwirtschaft, 2005 stellte der 1. Sektor noch 21% der Arbeitsplätze in der Gemeinde. War U. Anfang des 20. Jh. ein Luftkurort, herrschte zu Beginn des 21. Jh. der Wintertourismus vor, der eine rege Bautätigkeit auslöste. Die erste Strasse nach Einsiedeln wurde 1855-59 angelegt, ab 1867 verkehrte eine Postkutsche, die 1923 durch einen Autobus ersetzt wurde. 1906 und 1910 wurde das Waagtal überschwemmt und 1921 wütete in U. ein Dorfbrand. Das erste Schulhaus wurde 1875 errichtet (1971 Neubau). Die Mittelpunktschule (Sekundar- und Realschule seit 1971, Neubau 1992) erfüllt Zentrumsfunktion. 2004 wurde das gemeinsam von Ober- und Unteriberg betriebene Alters- und Pflegheim Yberg eröffnet.


Archive
– StASZ, Landes- und Volkskunde
Literatur
U. 1884-1984, [1984]
– K. Kälin, «U.: Die konservativste Gem. der Schweiz», in MHVS 100, 2008, 156-159

Autorin/Autor: Erwin Horat