Steinerberg

Polit. Gem. SZ, Bez. Schwyz. Am Südhang des Rossbergs gelegenes Dorf mit zahlreichen Einzelhöfen. 1404 an steiner berg. 1850 352 Einw.; 1900 393; 1950 445; 2000 896. S. liegt am alten Pilgerweg von Arth nach Einsiedeln. Die Gegend um S. gehörte im SpätMA zur Pfarrei Steinen. 1478 ist ein Heiligenhüsli erwähnt. Das Gnadenbild der hl. Anna in der 1501 geweihten Kapelle machte S. bis ins 19. Jh. zu einem Wallfahrtsort von überregionaler Bedeutung. 1570-72 entstand die heutige Kirche, die 1785-86 vergrössert wurde. 1632 erhielt S. das Tauf- und Begräbnisrecht und wurde 1646 selbstständige Pfarrei. Mit dem Bau der Steinerbergstrasse von Oberarth nach Sattel 1870-76 und dem Anschluss an das Schienennetz der Südostbahn 1891 wurde S. zum Durchgangsort. In der noch Anfang des 21. Jh. landwirtschaftlich geprägten Gem. herrscht Obstbau und Viehzucht vor. Dazu kommen etwas Kleingewerbe und eine Käserei.


Archive
– StASZ, Landes- und Volkskunde (S.)
Literatur
Brevier Schwyz, 1994, 59 f.
– M. Kälin, «S.», in MHVS 100, 2008, 168-171

Autorin/Autor: Andreas Meyerhans