Riemenstalden

Polit. Gem. SZ, Bez. Schwyz, steiles, enges Grenztal zu Uri zwischen Muotatal und Urnersee. 1343 Reymerstalden. 1850 113 Einw.; 1900 95; 1950 79; 2000 59. Nach dem Zerfall einer Pfarrkirche, welche 1318 noch bestanden haben soll, wurde R. in die Pfarrei Morschach einverleibt. Seit 1804 bildet R. wieder eine eigene Pfarrei. Die Kapelle St. Johann Baptista im Chäppeliberg wurde 1708 erbaut, die Pfarrkirche Maria vom guten Rat 1792. In der Gem. gibt es etwa zehn Landwirtschaftsbetriebe, eine Alpwirtschaft und ein Gasthaus. Vom Chäppeliberg führt eine Seilbahn ins Lidernengebiet. Noch im 19. Jh. bestanden in R. zahlreiche Reste abgegangener ma. Gebäude, sog. Heidenhüttchen, von denen nur noch wenige vorhanden sind. Seit den schweren Lawinenniedergängen 1952 und 1954 wurden umfangreiche Verbauungen ausgeführt. Auch die Strasse nach R. erfordert infolge Steinschlags immer wieder Verbauungen.


Literatur
– A. Schraner, Die kleinste Pfarrei und Gem. der Innerschweiz, 1954
Brevier Schwyz, 1994, 50 f.

Autorin/Autor: Franz Auf der Maur