30/06/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Alpthal

Polit. Gem. SZ, Bez. Schwyz. Haufendorf im gleichnamigen Tal am Nordfuss der Mythen, mit den Ortsteilen A., Brunni und Eigen sowie Einzelhöfen. 1018 Albetal. 1850 390 Einw.; 1900 406; 1950 312; 2000 445. Im Marchenstreit zwischen Schwyz und dem Kloster Einsiedeln zählte das 1018 von Ks. Heinrich II. dem Kloster geschenkte A. zu den umstrittenen Gebieten. 1217 Schwyz zugesprochen, fiel A. 1350 endgültig an das Alte Land Schwyz. Die 1361 erw. Landwehri trennte Schwyzer und Einsiedler Gebiet. 1690 wurde die der hl. Apollonia geweihte Kapelle erbaut. 1805 folgte die Abkurung von Schwyz und die Erhebung zur Pfarrei. Die heutige Kirche wurde 1887 geweiht. Einige Kapellen auf Gemeindegebiet (Brunni, Bruustalp) säumen den alten Jakobsweg von Einsiedeln über die Haggenegg nach Schwyz. Im 16.-17. Jh. war die Ausfuhr und Verarbeitung von Holz von besonderer Bedeutung. 1733-44 und 1757-60 wurde in A. Glas hergestellt. Seit der Erschliessung der Sportregion Brunni-Holzegg (seit 1950 Seilbahn) und des Skigebietes Brunni-Haggenegg (1974) bildet der Wintertourismus (1965 erster Skilift) in der heute noch von Land-, Holz- und Alpwirtschaft geprägten Gem. (1995 52% Arbeitsplätze im 1. Sektor) eine wichtige Verdienstquelle.


Literatur
– A. Dettling, Glasfabrikation im Kt. Schwyz, o.J.
– P. Brändli, «Ma. Grenzstreitigkeiten im Alpenraum», in MHVS 78, 1986, 71-81

Autorin/Autor: Andreas Meyerhans