Innerthal

Polit. Gem. SZ, Bez. March. Berggem. im hinteren Wägital. 1259 Wegental, bis 1888 Hinterwäggithal. 1850 302 Einw.; 1900 363; 1930 (nach dem Kraftwerkbau) 223; 1950 210; 1990 151; 2000 167. Bis 1785 gehörte zur Mutterkirche Hinterwäggithal auch Vorderwäggithal (Vorderthal), das 1816 zur selbstständigen Pfarrei erhoben wurde. 1861 erhielt I. ein für 60 Gäste gebautes Kurhotel und wurde zu einem kleinen Badekurort; 1909 übernahm die Stadt Zürich das Hotel Bad zur Sicherstellung des Wassers der Fläschlochquelle und - unausgesprochen - als Standbein für das bereits ab dem ausgehenden 19. Jh. diskutierte Kraftwerkprojekt. Das ursprüngl. Dorf I. fiel 1924 diesem Kraftwerkbau und dem Stausee zum Opfer. Das geplante Umsiedlungswerk wurde nur teilweise realisiert, an den Hängen der rechten Talseite entstanden 16 neue Liegenschaften; über 100 Personen mussten die Gem. verlassen. Oberhalb des nordöstl. Stauseeufers wurde auf 915 m eine neue Siedlung mit Pfarrkirche, Pfarrhaus und Schulhaus errichtet. 1988 erhielt I. ein neues Gemeindehaus. Der fischreiche Stausee trug in jüngerer Zeit, zusammen mit den voralpinen Naturschönheiten des Tals, zur Entwicklung des Tourismus bei (Sportfischen, Wandern und Skitouren, Kletterschule am Bockmattli). 2000 war noch gut ein Drittel der Bewohner I.s in der Land- und Forstwirtschaft tätig.


Literatur
– L. Mächler, Das Bad Wäggithal, 1983
Kdm SZ NF 2, 1989

Autorin/Autor: Josef Wiget