• <b>Mülhausen</b><br>Quellen: H.J. Leu, Allgemeines helvetisches, eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon 13, 1753, 343–373; L. Eichenberger, Mülhausen und der Dollfushandel 1722–1746, 1977, 237–262  © 2008 HLS und Marc Siegenthaler, Bern. Die im Spätmittelalter ausgebildete Zunftverfassung Mülhausens blieb bis ins 18. Jahrhundert grösstenteils unverändert. Die politische Führungsrolle lag beim 12-köpfigen Kleinen Rat. Der um die Zunftmeister erweiterte 24-köpfige Grosse Rat trat erst ab der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts häufiger zusammen. Nur äusserst selten wurde der um die 36 Sechser der Zünfte ergänzte Grosse Rat einberufen (insgesamt 60 Mitglieder). 1740 führte der Druck der Bürgerschaft zur dauerhaften Vergrösserung des Grossen Rats auf insgesamt 78 Mitglieder, wobei der alte 24-köpfige Rat neu den Kleinen Rat bildete. An der Spitze des Regiments standen weiterhin die drei Bürgermeister, die sich halbjährlich in der Führung ablösten und aus den Reihen der zwölf Ratsherren der Zünfte gewählt wurden. Der Grosse Rat wählte auch die Ratsherren (aus Zunftmeistern und Sechsern) und auf Vorschlag der Zünfte die Zunftmeister. Eine Sonderstellung hatten die Stadtschreiber inne. Sie nahmen als oberste Angestellte der Stadt mit beratender Stimme an den Ratssitzungen teil und vertraten die Stadt bei den meisten auswärtigen Missionen.

Mülhausen

Franz. Stadt im Dep. Haut-Rhin, verkehrsgünstig zwischen den Vogesen und dem Jura, ungefähr 30 km nordwestlich von Basel gelegen. 1515-1798 war M. ein zugewandter Ort der Eidgenossenschaft, ab 1798 französisch, 1870-1918 sowie 1940-44 deutsch. 803 Mulinhuson, 1848 Mulhouse, 1870-71 Mülhausen; franz. Mulhouse, elsäss. Milhüsa. Seit 1919 mehrheitlich frankophon, jedoch mit einem hohen Bevölkerungsanteil, der den elsäss. Dialekt spricht. Von der Reformation bis ins 19. Jh. war M. reformiert, seither mehrheitlich katholisch. 1798 6'018 Einw.; 1820 9'598; 1841 20'129; 1861 45'587; 1871 52'892; 1900 89'118; 1954 99'079; 1968 116'336; 2004 111'300.

1 - Die Reichsstadt

Getreidebau und eine Mühle sind in der unwirtl. Gegend der späteren Stadt ab merowing. Zeit nachgewiesen. Später wurde an diesem Ort eine Zitadelle (Ringmauer von 1224) gebaut, die unter den Schutz des hl. Stefan (Etienne) gestellt wurde. Ab 1308 war M. eine Reichsstadt und beherbergte versch. religiöse Orden sowie eine jüd. Gemeinschaft, die vor der Reformation erlosch. M. gehörte zum Dekanat Inter Colles des Bistums Basel. In M. wurde Wein angebaut, dann entwickelte sich der Ort zu einem Handelsplatz im Schatten Basels. Ab 1338 gab es in der Stadt einen Rat und ein Bürgermeister wurde ernannt. 1445 wurde der Adel vertrieben, der 1444 die das Elsass plündernden Armagnaken unterstützt hatte. Nun entschied sich M. für eine Zunftverfassung nach dem Vorbild Basels, dem es nach dem Erdbeben von 1356 zur Seite gestanden war.

1342 verbündete sich M. mit sechs elsäss. Reichsstädten. Diese Liga vergrösserte sich und bildete 1354 die Dekapolis (Zehnstädtebund). Da dieser als Schutz gegen die Machtgelüste der Habsburger wenig wirksam war, wandte sich M. der Eidgenossenschaft zu und schloss 1466 mit Bern und Solothurn eine Defensivallianz ab. Dieses Bündnis schützte die Stadt im Sechs-Plappert-Krieg von 1466 sowie im Mülhauser- oder Sundgauerkrieg (1466-69), in denen M. die Adligen der Umgebung gegen sich hatte.

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO

2 - Zugewandter Ort der Schweiz

Unter der Bedingung, dass M. auf seine Unabhängigkeit verzichten müsse, bot Ks. Maximilian I. der Stadt 1502 den Frieden an. Er hoffte, damit die Enklave seinem elsäss. Besitz einzuverleiben. 1505 schloss M. jedoch ein geheimes und 1506 ein offizielles Abkommen mit Basel. Am 19.1.1515 unterschrieb die Stadt in Zürich ein Bündnis mit der ganzen Eidgenossenschaft und wurde ein zugewandter Ort. An der Seite der Eidgenossen nahm M. an den Mailänderkriegen teil und wurde 1521 in den ewigen Frieden mit Frankreich eingeschlossen. Diese Annäherung war das Verdienst der Mülhauser Gerichtsschreiber und Bürgermeister, die - wie Nikolaus Rüsch - oft Basler waren.

Wenig später trat M. zur Reformation über. Die Thesen Martin Luthers wurden von Nikolaus Prugner, der vom Gerichtsschreiber und Bürgermeister Hans Oswald Gamsharst und von Augustin Gschmus unterstützt wurde - beide hatten sich in Basel ausbilden lassen-, sowie von Ulrich von Hutten und Guillaume Farel verbreitet. In der Berner Disputation von 1528 bekannte sich M. zu den Thesen von Berchtold Haller und Franz Kolb, die von Huldrych Zwingli überarbeitet worden waren. Man entfernte die Statuen und Heiligenbilder. Am 24.12.1528 fand die Feier mit einem ref. Gottesdienst statt, am 15.1.1529 wurde die Messe im Beisein der Delegationen aus Zürich, Bern und Basel abgeschafft. Die Klöster wurden geschlossen und die Schulen reorganisiert. Das Mülhauser Glaubensbekenntnis von 1537 ähnelte jenem Basels, zumal die Stadt dort ihre Pfarrer rekrutierte. Der Finingerhandel, ein Versuch der Rekatholisierung, führte 1586 zum Bruch mit den acht kath. Orten. Im Juli 1588 bestätigte die Konferenz von Aarau, dass M. nur noch mit den fünf ref. Kantonen verbündet war. 1515-1601 entsandte M. gelegentlich einen Botschafter an die eidg. Tagsatzung, dann war die Stadt nicht mehr vertreten. Erst im 18. Jh. entsandte sie wieder vereinzelt Abgeordnete.

In der 2. Hälfte des 16. Jh. erlebte M. einen beachtl. Aufschwung. Neue Territorien wurden erworben, 1552 wurde das Rathaus aus dem Jahr 1431 neu gebaut, das 1551 durch einen Brand zerstört worden war, Zunfthäuser (poêles des tribus) wurden errichtet. Hohe städt. Beamte aus Basel spielten eine bedeutende Rolle in der Stadt: Hans-Georg Zichle, Théobald Lauterburg, Hans-Heinrich Wild, André Gissler und im 17. Jh. auch Jacob Petri, ein Freund des Basler Bürgermeisters Johann Rudolf Wettstein. Letzterem verdankt M. seine bevorzugte Behandlung im Westfäl. Frieden: Im Gegensatz zum übrigen Elsass, das Frankreich zugeteilt wurde, blieb die Stadt unabhängig.

Im 17. und 18. Jh. brach für M. ein goldenes Zeitalter an. Während des Dreissigjährigen Kriegs konnte die Stadt ihre Finanzen sanieren. Sie gehörte nicht zur Protestant. Union (1608-21), dem Zusammenschluss der prot. deutschen Staaten, und verfolgte eine defensive Politik. 1695 bot sie hugenott. Flüchtlingen Zuflucht. Frankreich reagierte darauf mit einer Zollsperre, die der Stadt deutlich vor Augen führte, dass sie eine Enklave bildete. In der Neuzeit nahm sie zahlreiche Schweizer Fam. ins Bürgerrecht auf: Die Blech, Dollfus, Ducommun, Feer, Gros, Koechlin, Risler, Schwartz, Thierry und die Zuber. 1746 führten Jean-Jacques Schmaltzer, Samuel Koechlin, Johann-Heinrich Dollfus und Jean-Jacques Feer, die Beziehungen zur Indiennedruckerei in Neuenburg pflegten, in M. die Stoffdruckerei ein. Arbeitskräfte, Techniken und Kontakte, welche die Pourtalès von Neuenburg den Dollfus von M. vermittelten, standen somit am Anfang der industriellen Revolution in M.

<b>Mülhausen</b><br>Quellen: H.J. Leu, Allgemeines helvetisches, eydgenössisches oder Schweitzerisches Lexicon 13, 1753, 343–373; L. Eichenberger, Mülhausen und der Dollfushandel 1722–1746, 1977, 237–262  © 2008 HLS und Marc Siegenthaler, Bern.<BR/>Die im Spätmittelalter ausgebildete Zunftverfassung Mülhausens blieb bis ins 18. Jahrhundert grösstenteils unverändert. Die politische Führungsrolle lag beim 12-köpfigen Kleinen Rat. Der um die Zunftmeister erweiterte 24-köpfige Grosse Rat trat erst ab der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts häufiger zusammen. Nur äusserst selten wurde der um die 36 Sechser der Zünfte ergänzte Grosse Rat einberufen (insgesamt 60 Mitglieder). 1740 führte der Druck der Bürgerschaft zur dauerhaften Vergrösserung des Grossen Rats auf insgesamt 78 Mitglieder, wobei der alte 24-köpfige Rat neu den Kleinen Rat bildete. An der Spitze des Regiments standen weiterhin die drei Bürgermeister, die sich halbjährlich in der Führung ablösten und aus den Reihen der zwölf Ratsherren der Zünfte gewählt wurden. Der Grosse Rat wählte auch die Ratsherren (aus Zunftmeistern und Sechsern) und auf Vorschlag der Zünfte die Zunftmeister. Eine Sonderstellung hatten die Stadtschreiber inne. Sie nahmen als oberste Angestellte der Stadt mit beratender Stimme an den Ratssitzungen teil und vertraten die Stadt bei den meisten auswärtigen Missionen.<BR/>
Das politische System Mülhausens in der 2.Hälfte des 18.Jh.

Auch kulturell bestanden vielfältige Beziehungen zur Schweiz: 1460-1805 besuchten 169 Mülhauser Studenten die Univ. Basel, andere waren Mitglied der Helvet. Gesellschaft. 1775 wurde in M. nach Schweizer Vorbild eine Gesellschaft zur Verbreitung des guten Geschmacks, der Literatur und der Wissenschaften ins Leben gerufen, ebenfalls im 18. Jh. entstand mit Schweizer Beteiligung eine Handelsschule, die u.a. von Johann Heinrich Pestalozzis Sohn besucht wurde.

Mit Ausnahme Uris anerkannten die kath. Orte bei der Erneuerung des Bündnisses der Schweiz mit Frankreich 1777 M. wieder als Bündnispartner, nachdem sich Stadtschreiber Josua Hofer dafür eingesetzt hatte. In der 2. Hälfte des 18. Jh. zeigten sich in der republikan. Struktur der Stadt erste Risse: Weder die Schaffung eines Gr. Rats noch die Veröffentlichung der von Jean-Henri Reber verfassten und von Basler Juristen geprüften Satzungen der Republik verhinderten den Protest gegen das Regime. Nach einer Zollblockade und revolutionären Unruhen bat M. um seine Eingliederung in Frankreich, die mit der Vereinigungsurkunde vom 29.1.1798 Wirklichkeit wurde. Der Anschluss an die Grande Nation bedeutete das Ende des Bündnisses mit der Eidgenossenschaft, die ihrerseits von franz. Truppen besetzt wurde.

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO

3 - Die französische Stadt

Im 19. Jh. entwickelte sich M. zum "franz. Manchester". Ausserhalb der Stadtmauern entstanden die Fabrik Dollfus Mieg und Cie. (DMC), das Nouveau Quartier und die Arbeiterstadt M.-Dornach. Die Unternehmen mechanisierte ihre Fabriken - 1812 wurde die dampfbetriebene Spinnerei eingeführt - und die Baumwollspinnereien. Die industrielle Diversifizierung erfolgte durch Maschinenbauunternehmen und chem. Fabriken, die sich zuerst in Rixheim und dann, dank Jean und Armand Gerber-Keller, auch in Basel ansiedelten. Mehrere Radierer, darunter Gaspard Keller, liessen sich in M. nieder. Schweizer waren auch im Handel und im Finanzsektor präsent: Die Neuenburger Pourtalès unterstützten den industriellen Aufschwung, die Brüder Christoph und Johann Jakob Merian aus Basel investierten in die DMC und finanzierten 1826 das Nouveau Quartier. Ein grosser Teil der städt. Infrastrukturen wurde mit Schweizer Kapital realisiert, etwa der Abflusskanal der Ill.

Bis 1870 konzentrierte sich die ganze Macht in den Händen der prot. Industriellenfamilien, die jegliche staatl. Lenkung ablehnten. Die paternalist. Eliten sorgten für Erziehung und Schule, sie förderten die Für- und Vorsorge und das Arbeitereigentum. Neben den bereits vorhandenen Institutionen entstanden die Société industrielle de Mulhouse (SIM), die Handelskammer, die Baumwollbörse und 1857 eine Unterpräfektur. Mit dem Rhone-Rhein-Kanal und der Eröffnung der Eisenbahnlinie, die M. mit Thann, dann mit Saint-Louis und 1844 mit Basel verband, fand M. Anschluss an die umliegenden Industrieorte. Die Gegner der Restauration und des Second Empire fanden in der Schweiz Zuflucht. Die oppositionelle Arbeiterschaft in M. fühlte sich durch die 1. Internationale gestärkt, die sich in der Schweiz konstituiert hatte.

Junge Mülhauser besuchten auch weiterhin Schweizer Schulen: 39 von ihnen waren 1806-17 Schüler Johann Heinrich Pestalozzis in Yverdon, andere schrieben sich in Hofwil bei Philipp Emmanuel von Fellenberg oder im Schloss Lenzburg bei Johann Karl Christian Lippe ein. Ende des 19. Jh. besuchten zahlreiche Mülhauser Studenten die Univ. Freiburg, wie etwa der Historiker Paul Stinzi. Der Chemiker Alfred Werner, der an der Univ. Zürich als Professor wirkte und 1913 den Nobelpreis erhielt, stammte aus M.

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO

4 - Die deutsche Stadt

1870 wurde M. während des Kriegs von Basel finanziell unterstützt. Wie das übrige Elsass wurde die Stadt Deutschland zugeschlagen, obwohl Bundesrat Jakob Dubs Bismarck die Schaffung eines an die Schweiz angegliederten Kt. M. vorgeschlagen hatte. Ein Teil der frankophilen Mülhauser Elite entschied sich für die franz. Nationalität, andere zogen in die Schweiz. Neue polit. Strömungen fassten in der Stadt Fuss. Die sozialist. Bewegung, in der auch einige militante Zürcher aktiv waren, blühte auf, und die bis anhin an den Rand gedrängten Katholiken, die in der Stadt die Mehrheit stellten, wurden politisch anerkannt. Das ref. Bürgertum, das die Macht verloren hatte, engagierte sich nun für den Aufbau des Roten Kreuzes oder für die franz. Herrschaft in Algerien, wie der ehem. Bürgermeister Jean Dollfus (1863-69). Die Opposition gegen Deutschland kämpfte an zwei Fronten. In M. wurde sie von der SIM und den protestierenden Abgeordneten organisiert, in Frankreich planten Patrioten die Revanche.

Die Industrie wurde weiter diversifiziert: In den Bereichen künstl. Farbstoffe, Fernsprechverkehr - ab 1894 war M. mit Basel telefonisch verbunden -, Elektrizität und Fotografie siedelten sich Betriebe an. Der Mülhauser Georges Chatel gründete 1909 mit dem Basler Ludwig Holzach die Aviatik AG, ein Unternehmen der Flugzeugindustrie. 1882 fuhr, von einem Schweizer Konsortium finanziert, das erste Tram in M.

Nach dem Sieg der Alliierten kam M. am 17.11.1918 wieder zu Frankreich. Das 1866 geschaffene und 1871 geschlossene Schweizer Konsulat wurde 1919 wieder eröffnet.

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO

5 - Die Europastadt

Nach dem Krieg kämpfte M. bei der Umstellung seiner Industrie mit Schwierigkeiten, dann folgte eine Krise, von der nur die Société alsacienne de construction mécaniques (SACM) und die Pottascheproduktion ausgenommen waren. Während des 2. Weltkriegs war M. vom Mai 1940 bis am 21. Nov. 1944 von Deutschland besetzt. In der annektierten, germanisierten und nazifizierten Stadt kam es vor der Befreiung zu Vertreibungen, Zwangsrekrutierungen und Bombardierungen. Die 1945 einsetzende Schweizer Hilfe brachte Medikamente, Kleider und Milch nach M., ausserdem reisten Kinder im Alter von vier bis vierzehn Jahren zur Erholung für einige Wochen in die Schweiz. Nach dem Wiederaufbau war die Stadt mit zwei Herausforderungen konfrontiert, dem Wohnraumbedarf der wachsenden Bevölkerung und der Umstellung der Industrie. Mit der Porte Jeune und der Place de l'Europe - ein Symbol des vereinten Europas - wurde 1966 ein neues Stadtzentrum errichtet; das Fabrikgelände der Dentsche erfuhr eine Umnutzung. Die Krise in der Textil- und Maschinenindustrie sowie im Pottaschesektor wurde durch die Ansiedlung von Peugeot 1962 und durch den Aufschwung des Dienstleistungssektors, der Universitäten und des Tourismus (techn. Museen) sowie des Containerhafens M.-Ottmarsheim aufgefangen.

M. ist Teil einer Region, die sich grenzübergreifend entwickelt. Ein erstes Etappenziel im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Schweiz wurde 1946 mit der Eröffnung des binationalen Flughafens Basel-M. erreicht. Darauf folgte 1963 die Schaffung der Regio Basiliensis, gefolgt von der Oberrheinkonferenz 1975 und der Regio TriRhena 1995. Seit 1997 verkehrt die Regio S-Bahn (Taktfahrplan). Mit Ausnahme der Grenzgänger - 2005 waren es ungefähr 3000 - profitierte M. kaum von der "Metropolisierung" der Trinationalen Agglomeration Basel (seit 2007 Trinationaler Eurodistrict Basel) und setzte lange auf die franz. Karte. Da die Stadt aber den TGV Rhein-Rhone trotz der Unterstützung durch den Bundesrat nicht erhielt und auch der Kanal für die Grossschifffahrt Rhein-Rhone nicht realisiert wurde, richtete sich M. nach Basel aus. Es wurde in das Netz des sog. Bio Valley (Förderung von Biotechnologien) integriert, ein 1996 lanciertes Projekt.

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO

Quellen und Literatur

Literatur
Histoire de Mulhouse des origines à nos jours, hg. von G. Livet und R. Oberlé, 1977
– L. Eichenberger, M. und der Dollfushandel 1722-1746, 1977
De la Suisse à la France, XVe-XIXe siècles, hg. von J.-L. Eichenlaub, 2000
Eidg. "Grenzfälle": M. und Genf, hg. von W. Kaiser et al., 2001

Autorin/Autor: Nicolas Schreck / PTO