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Hüningen

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Hauptort des gleichnamigen Kantons im franz. Dep. Haut-Rhin, nördl. Vorort von Basel. 828 Villa Huninga. 1801 945 Einw.; 1851 2'120; 1936 4'005; 1946 2'946; 1974 7'094; 1990 6'274; 1999 6'092. Im SpätMA in habsburg. Besitz, 1521-1623 als Pfand an Basel, seit 1648 bei Frankreich. Sébastien Le Prestre de Vauban legte 1679-81 eine Festung an, die in Basel dauernd als Bedrohung empfunden wurde. Bei den Belagerungen 1796-97, 1813-14 und 1815 gab Basel deshalb die Neutralität z.T. gänzlich zugunsten der antifranz. Koalition auf und beteiligte sich 1815 an der Schleifung des Festungswerks (bis 1876 noch Garnison). Unter dt. Verwaltung (1871-1918) Industrialisierung vorab durch schweiz. Unternehmen, v.a. Seidenweberei (Schwarzenbach). 1910-61 Tram nach Basel. Seit 1960 rascher Ausbau der Industriezone, die Expansionsgebiet der Basler Chemie wurde (Ciba-Geigy, Sandoz). Rund 1'500 Pendler in die Schweiz.


Literatur
Bull./Société d'histoire de Huningue, 1952-
– L. Kiechel, Histoire d'une ancienne forteresse de Vauban: Huningue, 1975

Autorin/Autor: Bernard Degen