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Meschini, Francesco

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geboren 4.8.1762 Piazzogna, gestorben 3.12.1840 Piazzogna, kath., von Piazzogna. Sohn des Francesco Antonio und der Francesca Sganzini. Ausbildung zum Architekten und Ingenieur an der Akad. von Brera in Mailand, danach Praktikum beim Korps der Ingenieuroffiziere in Mantua. Im Tessin baute er 1790 die Pfarrkirche von San Nazzaro nach klassizist. Vorbild um und entwarf um 1829 die Anlage der Pfarrkirche von Gordola. 1801-03 war er Mitglied der Verwaltungskammer des Kt. Lugano sowie Brücken- und Strasseninspektor der Kt. Lugano und Bellinzona; in dieser Funktion erarbeitete er einen Sanierungsplan für die Tessiner Strassen, der als Grundlage für die Realisierung des Fahrstrassennetzes diente. M. plante und leitete die wichtigsten kant. Strassenarbeiten, v.a. im Sopraceneri, darunter 1813-21 die Strasse durch die Leventina von Biasca bis Airolo und 1827-30 die Gotthardstrasse, aber auch 1818 die Brücke über die Maggia bei Ascona und 1828 den Naviglio (einen schiffbaren Kanal) in Locarno. 1813-30 war er Tessiner Grossrat, 1815-27 Staatsrat und 1825 regierender Landammann. Seine gleichzeitige Tätigkeit als Leiter von öffentl. Arbeiten und Staatsmann gab zu Diskussionen Anlass.


Literatur
Kdm TI 1-3, 1972-1983
INSA 6
Avvocati, medici, ingegneri, hg. von M.L. Betri, A. Pastore, 1997, 331f., 343f.
– G. Bellini, La strada cantonale del San Gottardo, 1999, insbes. 100-105

Autorin/Autor: Lara Calderari / CN