Entreroches-Kanal

Kanal nach Plänen von Elie Gouret, der den Neuenburgersee mit dem Genfersee durch die enge Schlucht von Entreroches verbinden und so eine durchgehende Schifffahrtsstrasse von der Nordsee bis ins Mittelmeer schaffen sollte. Der Bau wurde mit niederländ., franz., Berner und Genfer Kapitalbeteiligungen realisiert. 1638-48 gaben die "Herren Unternehmer" 25,3 km des E.s zwischen Yverdon und Cossonay frei. Erdrutsche ruinierten danach die Aktionäre. Der unvollendete Kanal, der unter der Aufsicht der Fam. von Plessis-Gouret stand, blieb bis 1829 schiffbar. Die Barken transportierten hauptsächlich Waadtländer Weine (ca. 85% aller beförderten Güter) und Salz von Bex. Trotz der schwachen Transportkapazität - das Maximum betrug 1719 und 1720 8'352 Wagen (ca. 6'680 t) - trug das Unternehmen zum wirtschaftl. Aufschwung des Hafens von Yverdon (24 Barken) bei und erleichterte den Verkehr zwischen Lyon, Basel und St. Gallen.


Literatur
– P.-L. Pelet, Le canal d'Entreroches, 1946
– K. Grewe et al., Canal d'Entreroches, 1987

Autorin/Autor: Paul-Louis Pelet / FSC