Schwarzenbach (LU)

Ehemalige politische Gemeinde LU, Amt bzw. Wahlkreis Sursee, seit 2004 Teil der Gemeinde Beromünster. S. liegt auf der Anhöhe zwischen dem See- und Wynental, nördlich der Erlosen. 1173 Swarzenbah. 1456 ca. 30 Einw.; um 1695 ca. 96; 1798 137; 1850 189; 1900 183; 1950 171; 2000 233. Röm. Grab- und Siedlungsfunde. Die Kirche St. Peter ist vermutlich eine Gründung der Frh. von Krenkingen. 1215 wird erstmals ein Leutpriester genannt. Im 13. Jh. erwarb Burkhard von Winon, Chorherr von Beromünster, die Rechte im Dorf. Vor 1268 inkorporierte er die Kirche der Mauritiuskaplanei in Münster. Vor 1321 verkaufte Johann von Winon das Dorf mit Vogtei und Niedergericht dem Stift Beromünster. Danach teilte S. die Geschicke mit dem Michelsamt und Gerichtsbez. Münster. 1808-11 wurde die Pfarrei von der Stiftspfründe gelöst und verselbstständigt. Der Hof Grüt gehörte bis 1807 als Krenkinger Stiftungsgut zur Pfarrei Aesch. Nachdem 1805 eine Waldteilung erfolgt war, wurden 1822-54 die Gemeindegrenzen gegen Mosen und Gunzwil festgelegt. Neben Ackerbau und Viehwirtschaft waren der Mostobstbau und die Schweinezucht wichtig. 2001 beschäftigte die Landwirtschaft noch 86% der in S. Erwerbstätigen.


Literatur
Kdm LU 4, 1956, 364-366
– M. Wandeler, Luzern Stadt und Land in röm. Zeit, 1968, 75 f.
– F. Glauser, J.J. Siegrist, Die Luzerner Pfarreien und Landvogteien, 1977, 124, 174

Autorin/Autor: Waltraud Hörsch