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Eibel, Robert

geboren 7.6.1906 Vevey, gestorben 26.5.1986 Zürich, ref., von Krinau. Sohn des Theobald, Musikalienhändlers, und der Amalia geb. Zimmermann. ∞ 1933 Emma Frida Frischknecht. Kindheit in Strassburg. Rechtsstud. an der Univ. Zürich, 1931 Dr. iur. 1932-35 Sekr. der FDP der Stadt Zürich, 1935-37 Sekr. des Vereins für gesunde Währung, 1937-42 Geschäftsführer des Redressement national (bis 1978 im Vorstand). Im 2. Weltkrieg Chef des persönl. Stabssekretariats von General Henri Guisan und Mitinitiator des Gotthardbunds. 1942-46 arbeitete E. als Sekr. bei der neu gegr. Wirtschaftsförderung. 1947 eröffnete er ein eigenes Büro für Öffentlichkeitsarbeit (Büro Eibel), das er 1965 in die Public Relation und Werbe AG umwandelte und 1980 verkaufte. Neben der Werbung für grössere Firmen organisierte er polit. Kampagnen. 1962-65 war er FDP-Gemeinderat der Stadt Zürich, 1963-75 Nationalrat (1971-73 Präs. der Geschäftsprüfungskomm.). 1947 gründete er die Aktion für freie Meinungsbildung, die den "Trumpf-Buur" (franz. "L'atout") herausgab. In den unter diesem Titel verfassten Leitartikeln, die er im Inserateteil von bis zu 69 Zeitungen mit einer Auflage von insgesamt über 2 Mio. (1979) veröffentlichte, kämpfte E. in vereinfachender, schlagwortartiger Manier gegen jeglichen Etatismus. Der erzliberale Verteidiger von Freiheit und Eigentum opponierte in seinem kompromisslosen Kampf gegen die Linke und für die Begrenzung der Staatsmacht nicht selten gegen seine eigene Partei und die bürgerl. dominierte Regierung.


Werke
Wirtschaftspolit. Weichenstellungen, 1965
Wie verbessern wir das Verständnis für die freie Marktwirtschaft, 1969
Archive
– AfZ, Nachlass
Literatur
– J. Frischknecht et al., Die unheiml. Patrioten, 61987
TA, 29.5.1986
NZZ, 30.5.1986
– C. Werner, Für Wirtschaft und Vaterland, 2000

Autorin/Autor: Ulrich Stauffacher