• <b>Marcel Beck</b><br>Als Zürcher Kantonsrat in den 1960er Jahren am Rednerpult  © KEYSTONE/Photopress.

No 18

Beck, Marcel

geboren 16.4.1908 Bogotá, gestorben 17.2.1986 Winterthur, ref., von Fisibach. Sohn des Robert, Kaufmanns, und der Lotti geb. Haggenmacher. ∞ 1933 Adelheid Studer. Ab 1926 Stud. der Geschichte, Kirchengeschichte und Klass. Philologie in Genf, Zürich und München, 1932 Dr. phil. 1933-35 wiss. Mitarbeiter am Berliner Institut der "Monumenta Germaniae Historica", 1935-37 am Institut für geschichtl. Landeskunde in Freiburg i.Br., 1939-47 Bibliothekar an der Schweiz. Landesbibliothek in Bern. 1947-78 Prof. für Geschichte des MA an der Univ. Zürich: Schwerpunkte des Interesses waren hist. Lebens- und Kulturräume und die darin wirksamen Kräfte (Früh- und HochMA, Kreuzzüge, Byzanz). Antwort auf seine Fragen suchte B. ausschliesslich in den zeitgenöss. Quellen. Zur Entstehung der Eidgenossenschaft auf dem Boden des Reichs vermochte er neue Wege zu weisen. Schonungslos kritisierte B. die ältere und neuere Historiografie, die den Blick auf das Geschehen verstellte (Befreiungstradition, Wilhelm Tell). Mit Studierenden unternahm er zahlreiche Orientreisen. Als Mitglied der Demokrat. Partei (1961-63 Präs. der kant. Partei) sass B. 1955-63 im Zürcher Kantonsrat, 1964-67 im Nationalrat. Er griff immer wieder Themen auf, die zu seiner Zeit noch tabu waren (Neutralität, Umwelt, Schweiz und Europa, Bundesratswahl). In seinen Kolumnen in zwei Tageszeitungen vertrat B. während vieler Jahre seine polit. und schweizergeschichtl. Anliegen mit spitzer Feder.

<b>Marcel Beck</b><br>Als Zürcher Kantonsrat in den 1960er Jahren am Rednerpult  © KEYSTONE/Photopress.<BR/>
Als Zürcher Kantonsrat in den 1960er Jahren am Rednerpult © KEYSTONE/Photopress.
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Werke
Legende, Mythos und Gesch., 1978, (mit Bibl.)
Archive
– StadtB Winterthur, Nachlass
Literatur
SZG 37, 1987, 109

Autorin/Autor: Bernhard Stettler