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Baumgartner, Emil

geboren 20.7.1905 Thun, gestorben 27.2.1977 Thun, ref., von Kirchlindach, Ehrenbürger von Thun. Sohn des David Alexander, Buchbinders, und der Marie Elisabeth geb. B. ∞ Ida Johanna Winter, Tochter des Karl Ewald, Walzmeisters in der Selve. Verwaltungslehre und -tätigkeit, Matura (2. Bildungsweg), Rechtsstud. an der Univ. Bern (lic. iur.), 1933 Beamter beim Biga als Adjunkt für Arbeitslosenfragen. 1950-52 freisinniger Stadtrat (Legislative), 1952-70 Stadtpräs. von Thun (Präsidialabteilung und Finanzen). 1952-55 Berner Grossrat, 1955-67 Nationalrat (Fraktionspräs. der Freisinnigen), dort Präs. der Finanzkomm. und der Finanzdelegation der eidg. Räte. Oberst. B. verfocht die Prinzipien der freien Marktwirtschaft und des Rechtsstaates. Jeglichem Dogma abhold, gehörte B. gesellschaftspolitisch eher dem liberalkonservativen Flügel an, während er in sozialpolit. Fragen sozialliberale Ideen vertrat. Als Stadtpräs. strebte er ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftl. Wachstum und finanzpolit. Realitäten an.


Literatur
Thuner Tbl., 28.2.1977
Der Bund, 3.3.1977

Autorin/Autor: Peter Stettler