11/12/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Herlisberg

Ehem. polit. Gem. LU, Amt Hochdorf, 2005 Fusion mit der Gem. Römerswil zur neuen Gem. Römerswil. Auf der Erlosen über dem Baldeggersee gelegen, die Weiler H., Oberrinach und Laufenberg umfassend. 1173 Heigesperhc, 1242 Hergesberch. 1798 217 Einw.; 1850 262; 1900 192; 1950 187; 2000 239. Bei H. erhebt sich die gut erhaltene Ruine der Burg Oberrinach. Sie wurde im 13. Jh. vom vermutlich jüngeren Zweig der Herren von Rinach errichtet, die in H. über bedeutenden Güterbesitz verfügten. Im Sempacherkrieg zerstörten die Luzerner die Burg, die danach nicht wieder aufgebaut wurde. 1849 erwarben die elsäss. Reinach-Hirzbach, Nachfahren der Herren von Rinach, die Ruine. H. gehörte zum Amt Richensee-Hitzkirch, kam 1425 zu den Freien Ämtern, 1803 zu Luzern. Der grössere Teil der Gem. war bis zum Wechsel zu Römerswil von 1946/47 nach Hitzkirch pfarrgenössig. Im 16. bis 18. Jh. Waldbruderhaus auf der Erlosen. Kapelle von 1838, wohl über Vorgängerbau. Ende 18. Jh. gab es in H. kein Gemeindeland und daher auch keine Einzugssteuer für Zuzüger. 1822 Grenzbereinigung gegen Gunzwil, Neudorf und Römerswil. Gemeinsamer Schulkreis mit Retschwil.


Literatur
Kdm LU 6, 1963, 92-94

Autorin/Autor: Waltraud Hörsch