• <b>Paul Meierhans</b><br>Wahlplakat für die Zürcher Regierungsratswahlen mit einem Porträt von  Gregor Rabinovitch,   1950 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Pe-0456).

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Meierhans, Paul

geboren 30.8.1895 Tägerig, gestorben 17.3.1976 Zürich, kath., später konfessionslos, von Oberlunkhofen und Zürich. Sohn des Ulrich, Kleinbauern. Cousin von Gottlieb Duttweiler. ∞ 1923 Marie Margrita Frank, Tochter des Carl Ernst August, aus Lübeck. 1915 Lehrerpatent am Seminar Wettingen, dann Lehrer in Vordemwald (AG), 1917-21 Stud. der Volkswirtschaft in Zürich (Dr. rer. pol. 1921). 1923 beim Statist. Amt Zürich, 1925 beim Statist. Amt Basel, 1928-34 Redaktor beim "Arbeiterblatt" (ab 1934 "Freie Innerschweiz") in Luzern. Ab 1935 in Zürich, hier für kurze Zeit Sekr. der SP des Kt. Zürich, 1935-50 Redaktor beim "Volksrecht", ab 1943 Chefredaktor. 1931-34 Gr. Stadtrat in Luzern, 1931-34 Grossrat des Kt. Luzern, 1935-50 als Zürcher Vertreter im Nationalrat, 1950-63 Zürcher Regierungsrat (Baudirektion), bei der Wahl 1963 als überzählig ausgeschieden. 1936-54 Vizepräs. der Geschäftsleitung der SPS, Mitglied des engeren Stabes der Pressefachleute der Abt. Presse und Funkspruch im 2. Weltkrieg. Während des Kriegs bekämpfte er die offizielle Zensurpolitik. M. war ein entschiedener Gegner der Fronten und lehnte jede Zusammenarbeit mit den Kommunisten ab. Während der "Ära M." realisierte der Kt. Zürich ein Bauprogramm von über 2 Mrd. Fr., darunter den Bau und Ausbau des Flughafens Kloten sowie die ersten Autobahnen. M. verteidigte den Bau des Kraftwerks Rheinau und förderte das erste KKW der Schweiz, Beznau I.

<b>Paul Meierhans</b><br>Wahlplakat für die Zürcher Regierungsratswahlen mit einem Porträt von  Gregor Rabinovitch,   1950 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Pe-0456).<BR/>
Wahlplakat für die Zürcher Regierungsratswahlen mit einem Porträt von Gregor Rabinovitch, 1950 (Schweizerisches Sozialarchiv, F Pe-0456).
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Literatur
Volksrecht, 30.8.1955
– G. Kreis, Zensur und Selbstzensur, 1973, 312-315, 438
NZZ, 30.8.1975; 23.3.1976
– U. Frei, Ein toter Baum aus dem Bannwald der Demokratie, 1987, 298

Autorin/Autor: Markus Bürgi