Wanzwil

Ehem. polit. Gem. BE, Amtsbez. Wangen, Verwaltungskreis Oberaargau, seit 2009 zusammen mit Röthenbach bei Herzogenbuchsee Teil der Gem. Heimenhausen. W. umfasste nur eine Fläche von 60 ha. 1356 Wantzwile. 1764 81 Einw.; 1850 103; 1900 137; 1950 128; 2000 241. Als Teil des rheinfeld.-zähring., später durch Erbgang kyburg. Hofgerichts Herzogenbuchsee teilte W. dessen Schicksal: Es wurde im 14. Jh. verpfändet und 1406 an Bern verkauft, das es später der Landvogtei Wangen als Bestand des Niedergerichts Herzogenbuchsee zuteilte. W. gehörte stets zur Kirchgem. Herzogenbuchsee. Ursprünglich bei der Schule Herzogenbuchsee, beteiligte es sich ab 1657 an der Schule Röthenbach. 1976 trat W. dem Schulverband W.-Röthenbach-Heimenhausen, 2008 dem Schulverband Aare-Önz bei. Die 1866 gegründete landwirtschaftl. Vereinigung Wochengesellschaft erwarb sich grosse Verdienste um fortschrittl. Versuche mit Düngemitteln, Kunstfutter und Schulgärten, ferner um die Errichtung der ersten landwirtschaftl. Fortbildungsschule in der Schweiz und einer regionalen Genossenschaft. 1982 wurde eine Güterzusammenlegung abgeschlossen. Zu Beginn des 21. Jh. hatte W. den Charakter einer Wohngemeinde.


Literatur
– K.H. Flatt, Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969
– I. Meili-Rigert, Bauinventar der Gem. W., 2009

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler