Walliswil bei Niederbipp

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Wangen, Verwaltungskreis Oberaargau. Dorf am linken Aareufer mit den Weilern Matten, Güschel, Mühle und Bleike. 1324 Walaswille. 1764 94 Einw.; 1850 204; 1900 333; 1950 223; 2000 239. Einzelfunde im Dorf stammen aus der Hallstattzeit. Im Längwald wurde ein Tumulus entdeckt, im Aarekies ein vermutlich röm. Eisenbarren gefunden. W. gehörte im Amt Erlinsburg zur frohburg. Herrschaft, ab 1463 im Niedergericht Niederbipp zur bern. Landvogtei Bipp. W. war stets nach Niederbipp kirchgenössig. Das kleine Zelgdorf hatte mit anderen Gem. Anteil am Längwald. Um 1900 löste der heutige Fussgängersteg die ehem. Aarefähre ab und verband W. mit Walliswil bei Wangen, was ab 1978 die Schulkoordination der beiden Walliswil mit Wangenried und dem Schulstandort Wangen an der Aare ermöglichte. 2000 arbeiteten 80% der Erwerbstätigen ausserhalb der Gemeinde.


Literatur
– K.H. Flatt, Die Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969
– J. Mathez. H. Zwahlen, Bauinventar der Gem. Walliswil b. N., 2003

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler