Rumisberg

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Wangen, Verwaltungskreis Oberaargau, die das gleichnamige Dorf, die Weiler Schoren und Weissacker-Falken sowie Aussenhöfe auf versch. Terrassen am südl. Jurahang zwischen 550 und 1232 m umfasst. 1364 Rumolsberg. 1764 301 Einw.; 1850 471; 1900 353; 1910 323; 1950 391; 2000 455. R. gehörte zum Niedergericht Oberbipp und teilte das Schicksal der Herrschaft bzw. ab 1463 bern. Landvogtei Bipp. Hans Roth von R. warnte Solothurn 1382 vor dem Anschlag des Gf. Rudolf von Kyburg auf die Stadt. Eine im frühen 13. Jh. gestiftete Peterskapelle ging nach 1528 ein. Die Einwohner waren seit jeher nach Oberbipp kirchgenössig. Die vordem dominierende Landwirtschaft mit Heimarbeit (Spinnen, Stricken im 18. Jh.) bot mit der Mechanisierung immer weniger Arbeitsplätze an. Im 20. Jh. zählte die Gem. wenig Gewerbe (u.a. Gipsfabrik bis nach 1950, Bau-, Transportgewerbe); 2000 betrug der Anteil der Wegpendler unter der arbeitstätigen Bevölkerung 75% (Buskurse nach Wiedlisbach und Wangen). Die 1978-97 erfolgte Güterzusammenlegung förderte den Bau von Wohnhäusern in den Weilern und im Dorf. R. bildet seit 1975 mit Farnern und Wolfisberg einen Schulverband. 2005 stellte der 1. Sektor 42% der insgesamt 55 Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
– H. Freudiger, Die politisch wirtschaftl. Entwicklung des Amtes Bipp, 1912
Gesamtmelioration R.-Wolfisberg, 1978-1997, 1997
– S. Steger, Bauinventar der Gem. R., 2008

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler