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Jaberg, Ernst

geboren 7.12.1917 Golaten,gestorben 18.7.1998 Bern, ref., ab 1988 konfessionslos, von Radelfingen. Sohn des Ernst, Landwirts, und der Marie geb. Hurni. ∞ Katharina Trachsel, verwitwete Molinari, Lehrerin, Tochter des Ernst, Landwirts und Försters. Rechtsstud. in Bern und Neuenburg, 1944 bern. Fürsprecherpatent, 1950 Dr. iur. Gerichtsschreiber in Burgdorf, 1946-50 Gerichtsschreiber, Betreibungs- und Konkursbeamter in Aarberg, Gerichtspräs. und Regierungsstatthalter des Amtsbez. Erlach, 1956-66 Oberrichter. Sekr. des BGB-Amtsverbands Aarberg, 1966-79 Berner Regierungsrat (Justiz- und Gemeindedirektion). Als Präs. der Juradelegation des Regierungsrats hatte J. massgebl. Anteil an der staatsrechtl. Lösung der Jurafrage zwischen 1970 und 1978. Er machte sich auch um die Modernisierung der bern. Rechtspflege verdient und setzte das Gemeindegesetz von 1974 durch, wie schon dessen Teilrevision von 1968, das den Gem. die Einführung des Frauenstimmrechts ermöglicht hatte. Verwaltungsrat der Zuckerfabrik Aarberg, Präs. der Wengernalp- und Jungfraubahnen, 1979-87 Präs. der Kantonalbank von Bern. Mitglied der Freistudentenschaft (1979 Ehrenmitglied).


Archive
– Archiv der SVP des Kt. Bern in Bern, Lebenslauf
Literatur
– E. Blaser, «Zum Rücktritt von Regierungsrat Ernst J.», in Bern. Verwaltung, 1979, Nr. 2, 28 f.
Der Bund, 22.7.1998

Autorin/Autor: Peter Stettler