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Heimenhausen

Politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Wangen, Verwaltungskreis Oberaargau, umfasst das Strassendorf H. an der Buslinie Herzogenbuchsee-Wangen-Wiedlisbach mit dem Weiler Schwerzi sowie seit 2009 Röthenbach bei Herzogenbuchsee und Wanzwil. 1356 Heimenhusen. 1764 192 Einw.; 1850 388; 1900 416; 1950 343; 1980 287; 2000 453. Im Gemeindegebiet wurden röm. Fundamentreste und nicht datierte Flachgräber mit Leichenbrand entdeckt. Als Zubehör des ehemals rheinfeld.-zähring., dann kyburg. Zentrums Herzogenbuchsee (Hofgericht, Grundherrschaft) teilte H. dessen Schicksal mit Verpfändungen im 14. Jh., dem Übergang an Bern 1406 und der Zuteilung zur Landvogtei Wangen im Niedergericht Herzogenbuchsee. Die Dorfbewohner waren in Herzogenbuchsee kirchgenössig und bis zur Gründung der eigenen Schule 1797 auch dorthin schulpflichtig; ab 1976 bestand ein Schulgemeindeverband mit Wanzwil und Röthenbach. Die Güterzusammenlegung wurde 1982 abgeschlossen. Das bäuerl.-kleingewerbl. Heimenhausen mit dem Neuquartier Beundenacker (seit den 1980er Jahren) war zu Beginn des 21. Jh. vermehrt auf auswärtigen Verdienst angewiesen.


Literatur
– K.H. Flatt, Die Errichtung der bern. Landeshoheit über den Oberaargau, 1969
Schlussber. Gesamtmelioration 1978-1993, 1993
– S. Steger, R. Buser, Bauinventar der Gem. H., 2004

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler