Unterlangenegg

Polit. Gem. BE, Amtsbez. und Verwaltungskreis Thun. Streusiedlung im Hügelgebiet zwischen Zulg- und Rotachental mit den Weilern Kreuzweg, Bach (zur Hälfte), Zulgport, Allmend und dem Dorf Schwarzenegg, das zur Hälfte zur Gem. Oberlangenegg gehört, sowie Einzelhöfen. 1308 Langonegga. 1764 501 Einw.; 1850 1'220; 1900 982; 1950 972; 2000 927. Im MA gehörte das Gebiet zur Herrschaft Heimberg. Es wurde im 13. Jh. kyburgisch und 1384 bernisch, lag im Freigericht Steffisburg und im Amt, ab 1803 im Oberamt bzw. im Amtsbez. Thun. Kirchlich wurde U. 1693 von Steffisburg an die neu geschaffene Kirchgem. Schwarzenegg umgeteilt. U. und Oberlangenegg hatten ab dem MA in den kyburg., dann bern. Herrschaftswäldern vom Eriz bis auf den Schallenberg Nutzungsrechte, um deren Ablösung durch den Staat Bern es 1847-97 zu Prozessen kam. Im 17. Jh. entstand auf der Allmend eine Taunersiedlung. Erwerbszweige waren zu Beginn des 21. Jh. neben Vieh- und Milchwirtschaft das Gewerbe mit Baufirmen, Holzbau und Holztechnik. U. ist Standort der im Verband mit fünf Nachbargem. geführten, 1950 gegr. Sekundarschule.


Literatur
– R. Walker, Bauinventar der Gem. U., 2002
– A.-M. Dubler, «Die Region Thun-Oberhofen auf ihrem Weg in den bern. Staat (1384-1803)», in BZGH 66, 2004, 61-117

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler