Längenbühl

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Thun, Verwaltungskreis Thun. 2007 fusionierte L. mit der Gemeinde Forst zur neuen Gemeinde Forst-L. In der Drumlin-Landschaft zwischen dem Gürbe- und dem Aaretal gelegen, umfasst L. auch den Weiler Dittligen sowie den Dittliger- und den Geistsee. 1493 Lengenbuel. 1764 124 Einw.; 1850 264; 1900 243; 1950 272; 2000 346. In beiden Seen wurden neolith. Einbäume gefunden; bei Cheer eine bronzezeitl. Brandgrube mit Keramik, bei Schlupf ein Dolch, in Chlinismad ein latènezeitl. Skelettgrab, bei Weiermatt eine Fibel sowie bei Leimeren eine prähist. Brandschicht. Ma. Turmreste bestehen im Bauernhaus Stumpf in Hattigen. Im MA gehörte L. zum Besitz der Herren von Uetendorf und kam mit diesem 1380 an den Thuner Bürger Johann von Zeinigen, später ans Spital Thun. Dessen Spitalvogt verwaltete L. im Niedergericht Uetendorf; noch Anfang des 21. Jh. gehörte ein Teil des Waldes der Burgergem. Thun. Mit Uetendorf unterstand L. im 18. Jh. dem Amt Thun, militärisch dem Landgericht Seftigen (1798 beim Distrikt Oberseftigen, 1803 Oberamt Thun). L. gehört zur Kirchgem. Amsoldingen. Mit Forst bestand ein Schulgemeindeverband; das Schulhaus befindet sich in L. Der Ort blieb landwirtschaftlich-kleingewerblich geprägt, wobei ein grösserer Teil der Bevölkerung neben- oder hauptberuflich auswärts arbeitete, v.a. in Thun.


Literatur
– A.-M. Dubler, «Die Region Thun-Oberhofen auf ihrem Weg in den bern. Staat (1384-1803)», in BZGH 66, 2004

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler