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Albertini, Christoph von

getauft 12.2.1774 La Punt-Chamues-ch,gestorben 23.12.1848 Chur, ref., von La Punt-Chamues-ch. Sohn des Peter, Veltliner Landeshauptmanns, und der Ursina Planta von Wildenberg. ∞ Elisabeth Gugelberg von Moos, von Maienfeld. Privatunterricht, Rechtsstud. in Giessen und Marburg. 1799 Mitglied der österreichfreundl. Interinalregierung, 1800-01 Oberleutnant in der Kompanie des Gf. Rudolf von Salis-Zizers. 1808 Niederlassung und Einbürgerung in Chur. Zwischen 1818 und 1829 sechsmal Churer Bürgermeister, 1815-30 Mitglied des Bündner Gr. Rats, 1808 des Kl. Rats, 1813 Tagsatzungsgesandter. Anfangs 1815 Mitglied der Bündner Gesandtschaft am Wiener Kongress. Diese konnte ihren Auftrag nicht erfüllen, eine Entschädigung für den Stand und Private in den 1797 verlorenen Untertanenlanden (Veltlin) zu erlangen und Chiavenna und Bormio zurückzugewinnen, u.a. wegen Differenzen mit den schweiz. Unterhändlern. Der Vorwurf, die Bündner Abgeordneten hätten sich mehr um die 1797 konfiszierten Privatvermögen als um die Landesinteressen gekümmert, ist nicht belegbar. A. war 1808 Mitbegr. der Zinstragenden Ersparniskasse, machte sich verdient um den Strassenbau und die Reform des Transitwesens und engagierte sich beim Erzabbau im Albulatal. Obwohl profilierter Konservativer, lehnte er den reaktionären Putsch von 1814 entschieden ab.


Archive
– StAGR, Ber. Christoph von A. vom Wiener Kongress
Literatur
Erinnerungen an Christoph von A., 1849
– Metz, Graubünden 1

Autorin/Autor: Jürg Simonett