11/11/2016 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Amsoldingen (Gemeinde)

Politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Thun. Die Gemeinde umfasst das Dorf A. am Amsoldingersee, versch. Höfe und Weiler; die Kirchgemeinde A. zusätzlich Höfen, Zwieselberg und Längenbühl. 1175 Ansoltingen. 1764 328 Einw.; 1850 658; 1900 553; 1910 497; 1950 592; 1980 569; 2000 767. (Neolith.?) Siedlungsreste im Schmittmoos, bronzezeitl. Einzelgräber, Waffendepot und Grabhügel im Bürgli. Die (Stifts-)Kirche (Vorgängerbau um 700, vorrom. Hauptbau 10./11. Jh., Mauritius-Patrozinium) wurde unter Verwendung von Spolien aus Aventicum erbaut. Der gut erhaltene Hauptbau ist integriert in eine eindrückl. Baugruppe mit Schloss, Ökonomiebauten, Mühle, Pfarrhaus, Stöckli und Waschhaus. A.s Entwicklung war im MA ganz vom Chorherrenstift bestimmt. 1528 unterstellte Bern A. dem Amt Thun (Niedergericht) bzw. dem Landgericht Seftigen (Hochgericht). 1798 wurde A. Hauptort des helvet. Distrikts Oberseftigen, 1803 dem Bez. Thun zugeteilt. Der Bau neuer Wohnquartiere (Riedli und Galgacher ab 1985) mit erhöhtem Anteil an Wegpendlern, v.a. nach Thun, hat sich in jüngster Vergangenheit auf die urspr. landwirtschaftl.-gewerbl. Struktur A.s (1990 28% im 1., 26% im 2. Sektor) ausgewirkt.


Literatur
– G. von Büren, Amsoldingersee, 1937
Chronik der Gem. des Kt. Bern 2, 1953
– W. Jacobsen et al., Vorrom. Kirchenbauten, 1991, 25, (Nachtragsbd.)
– S. Rutishauser, Kirche A., 21992

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler