Noflen

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Seftigen. Streusiedlung mit Unter- und Oberdorf auf der Terrasse rechts über dem Gürbetal mit Anteil am Talboden. Seit 1948 gehört der Weiler Stoffelsrüti (1941 41 Einw.), vorher eine Exklave von Jaberg, zur Gemeinde. 1250 Novelon. 1764 155 Einw.; 1850 241; 1900 207; 1950 246; 2000 248. Im 13. und 14. Jh. besassen weltl. und geistl. Herren Güter und Rechte in N., so etwa 1260 die von Burgistein, 1276 das elsäss. Kloster Selz oder 1312 die Bernburger Fam. Münzer. Vermutlich gingen Gerichtsrechte im 14. und 15. Jh. an geistl. Institutionen und damit in der Reformation 1528 an das Stadtgericht Bern über, das N. und Hub vor 1533 dem neuen Gerichtsbez. Gelterfingen - im 18. Jh. als Vennergericht Mühledorf - im Landgericht Seftigen zuteilte. Kirchgenössig war N. stets nach Kirchdorf. Im Bauerndorf wird nebst wenig Kleingewerbe hauptsächlich Ackerbau und Milchwirtschaft betrieben.


Literatur
– H. Egger, Die Gürbe und ihr Tal, 1958
– B. Frutiger, Bauinventar der Gem. N., 2007

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler