13/09/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Lohnstorf

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Seftigen. Gem. und Dorf im Gürbetal am Längenberg. 1148 Lonestrof, 1279 Lonstorf. 1764 73 Einw.; 1850 170; 1900 189; 1950 166; 2000 199. Röm. Siedlungsreste im Brühl, Münzfund im Dorf. Im 13.-14. Jh. waren Bernburgerfam. (u.a. Münzer, Bubenberg) in L. begütert und riefen Stiftungen ins Leben, wie u.a. 1354 Anna Seiler. Vermutlich war L. 1343 in der Donation Kirchenthurnens ans Kloster Interlaken eingeschlossen, denn die Gerichtsrechte in L. fielen in der Reformation an Bern, das den Ort nach 1528 im Gericht Thurnen (18. Jh.: Vennergericht Mühlethurnen) im Landgericht Seftigen verwalten liess. L. gehört zur Kirchgem. Thurnen. Im vorher beweideten moorigen Talboden konnte dank der Gürbekorrektion 1855-1911 und der Gesamtmelioration 1942-51 landwirtschaftl. Anbaugebiet gewonnen werden. Die Gem. ist mit Milchwirtschaft, Gemüsebau und Käseproduktion landwirtschaftlich geprägt. Rund zwei Drittel der Erwerbstätigen arbeiten auswärts, u.a. in Bern. Mit Mühlethurnen, wo das Schulhaus liegt, besteht eine Schulgemeinde.


Literatur
– H. Egger, Die Gürbe und ihr Tal, 1958
– E. Schneeberger, Bauinventar der Gem. L., 2001

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler