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Gloor, Ernest

geboren 14.11.1893 Lausanne,gestorben 30.5.1964 Lausanne, ref., von Mézières (VD). Sohn des Ernest Charles, Zugführers. ∞ 1) Claire Amélie de Montmollin, Tochter des Leiters des Elektrizitätswerks Lausanne, 2) Winifred Katzin, Südafrikanerin. 1920 Staatsexamen in Medizin. 1921-64 Arzt in Renens. 1913 gehörte G. zu den Gründern der Fédération romande des socialistes chrétiens, war ab 1915 Mitglied der SP Schweiz und 1916-18 Vorsitzender der Jungsozialisten. Wegen aufrührer. Äusserungen während des Streiks von 1918 in Lausanne wurde G. zu drei Monaten Haft verurteilt. 1933-37 Bürgermeister (syndic) von Renens. Seinen Grossratssitz (1925-35) gab er aus berufl. Gründen auf. 1931-41 sass er im Nationalrat. 1939 schloss die SP G., der ein Parteigänger von Léon Nicole war, aus der Partei aus. Als Präsident der Fédération socialiste suisse wurde G. am 12.6.1941, als die Fédération verboten wurde, aus dem Nationalrat ausgeschlossen. 1944 trat er wieder in die SP ein. 1945 wurde er zum Mitglied des Internat. Komitees des Roten Kreuzes ernannt (l947-52, 1954-56, 1961-62 Vizepräs.). Zofinger.


Werke
Paysages inachevés, 1934
Archive
– ACV, Dossier SDA
Literatur
– P. Jeanneret, Un itinéraire politique à travers le socialisme en Suisse romande, 1991

Autorin/Autor: Gilbert Marion / AG