Pestalozzianum

Das P. ging aus einem Beschluss des Schulvereins der Stadt Zürich vom 2.2.1875 hervor, eine "Schweiz. permanente Schulausstellung" mit Gewerbemuseum zu gründen. Erweitert mit Fachbibliothek und Lesezimmer sollte die Sammlung das gesamte Lehrmittelangebot der Schweiz präsentieren. Zum schweiz. Lehrertag 1878 in Zürich folgte eine Ausstellung zu Leben und Wirken Johann Heinrich Pestalozzis, die später im "Pestalozzi-Stübchen" eingerichtet und mit Dokumenten ständig erweitert wurde. 1891 wurde das Institut in "Pestalozzianum - Institut zur Förderung des Schul- und Bildungswesens und der Pestalozziforschung in Zürich" umbenannt und 1902 als Stiftung P. privatrechtlich gegründet. Das P. baute seine Bibliothek und Dokumentationen mit schulspezif. Medien (Dias, Schulwandbilder) aus und entwickelte nach dem Umzug 1927 in das ehem. Landgut Beckenhof pädagog. Angebote bzw. Dienstleistungen. Ab 1955 prägte es die Entwicklung der Zürcher Volksschule durch seine Pädagog. Arbeitsstelle nachhaltig mit. In den 1980er und 90er Jahren erweiterten neue Arbeits- und Fachstellen das Beratungsangebot für schul. Aufgaben. Die vom Stimmvolk im März 2000 beschlossene Pädagog. Hochschule Zürich führte alle bisherigen kant. Einrichtungen der Lehreraus- und -weiterbildung - einschliesslich des P.s - zusammen, wobei dessen Bereiche in die 2002 gegr. Institution integriert wurden.


Literatur
100 Jahre P. Zürich, 1875-1975, 1975
– H. Wymann, Das P. und sein pädagog. Auftrag, 1955-86, 1987
Infos & Akzente, Juni 2000 (Sondernr.)

Autorin/Autor: Max Edwin Furrer