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Hugentobler, Johannes

geboren 6.6.1897 Staad (SG), gestorben 11.6.1955 Appenzell, kath., von Zuzwil (SG). Sohn des Johann, Wagners. ∞ Antonia Cäcilia Dobler, Tochter des Heinrich, Textilhändlers und Versicherungsagenten. Besuch der Kantons- und der Kunstgewerbeschule St. Gallen. Studien in Florenz, Rom und Umbrien. H. schuf 1923 als umstrittenes Erstlingswerk das Fresko des hl. Mauritius an der Pfarrkirche Appenzell. Gleichzeitig war er als Maler (Holz, Textil, Putz, Glas, Keramik), Techniker und Architekt für Neubauten und Renovationen von Sakralbauten tätig. H. erbaute die Kirche von Heerbrugg, die Kapellen Ahorn und Plattenbödeli (Kt. Appenzell Innerrhoden), jene von Ragnatsch bei Mels, Rietbad (Toggenburg) und Malbun (Liechtenstein). Er schuf die Wandgemälde in den Kirchen von Gommiswald, Triesen, Mels, Amden, Wil (SG) sowie Rheinfelden und gestaltete den Kreuzweg des Klosters Leiden Christi im Jakobsbad sowie die Glasmalerei der Pfarrkirche Bruggen. 1932-55 bemalte er zahlreiche Hausfassaden im Dorfkern von Appenzell. H. gilt als Künstler mit grosser religiöser Ausdruckskraft, dem es gelang, das Unsichtbare sichtbar zu machen.


Archive
– LAA, Landeskundl. Materialienslg.
Literatur
IGfr. 4, 1956, 57-60
Johannes H., 1897-1955, 1978

Autorin/Autor: Hermann Bischofberger