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Zweig, Stefan

geboren 28.11.1881 Wien, gestorben 22.2.1942 (Selbstmord) Petrópolis (Brasilien), isr.; Sohn des Moritz, wohlhabenden Textilfabrikanten, und der Ida geb. Brettauer. Ab 1901 erste literar. Veröffentlichungen, ausgedehnte Reisen. Während des 1. Weltkriegs Dienst im Wiener Kriegsarchiv, im Herbst 1917 beurlaubt, um eine Vortragsreise in die Schweiz zu unternehmen. 1918 Uraufführung seines Dramas "Jeremias" am Zürcher Stadttheater und Begegnung mit Romain Rolland in Villeneuve, freundschaftl. Verkehr mit pazifist. Kreisen in Genf, Publikation seines Aufrufs "Bekenntnis zum Defaitismus", Übersetzung von Rollands Roman "Clérambault" und seines Dramas "Die Zeit wird kommen". Nach Verlängerung seines Urlaubs wohnte Z. in Rüschlikon, wo er u.a. an seinem Essay über Fjodor Michailowitsch Dostojewski arbeitete und für die Wiener "Neue Freie Presse" schrieb. Im März 1919 kehrte er nach Österreich zurück. Wesentl. Teile seiner umfangreichen Autografensammlung befinden sich zu Beginn des 21. Jh. in der Bibliotheca Bodmeriana in Cologny.


Quellen
Sull' orto dell' abisso: diario di guerra in Svizzera, hg. von M. Mantovani, 2009.
Literatur
– O. Matuschek, Stefan Z., 2006

Autorin/Autor: Ingrid Bigler-Marschall