Gelterfingen

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Seftigen. Die Gem. liegt im Gürbetal am Südwesthang des Belpbergs und umfasst das Dorf G. (1345 Geltolfingen) und die Weiler Kramburg und Eggenhorn. 1764 174 Einw.; 1850 299; 1900 243; 1950 297; 1960 273; 1990 302; 2000 250. Hallstattzeitl. Gräber wurden im Gebiet Hole gefunden. G. gehörte zur Grund- und Gerichtsherrschaft der Frh. von Kramburg, die nach 1373 an die Kommende Münchenbuchsee fiel. Nach deren Säkularisation 1528 schuf Bern das Gericht Kramburg und G., verwaltet vom Venner des Landgerichts Seftigen. Im 18. Jh. wurde es Vennergericht Mühledorf genannt. Die bäuerl. Bevölkerung trieb in Hanglage Ackerbau und hatte mit den Nachbargemeinden eine Weidegemeinschaft im sumpfigen Talboden. Die Gürbe- und Müschekorrektion (1855-1911) und die Gesamtmelioration (1942-51) trugen der Gem. Landgewinn ein; Fahrstrassen nach Belp und Kaufdorf (Station der Gürbetalbahn) wurden gebaut. Erwerbszweige sind heute die Landwirtschaft (besonders Anbau von Kohl) und das Kleingewerbe. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitet auswärts.


Literatur
– H. Egger, Die Gürbe und ihr Tal, 1958
– U. Schneeberger, Bauinventar der Gem. G., 2002

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler