Sankt-Anna-Schwestern

Kath. Schwesterngemeinschaft, die in der Schweiz, in Indien und Ostafrika aktiv ist. 1909 gründete Wilhelm Meier den Verein der S., der sich der Fürsorge und Krankenpflege (v.a. bei Wöchnerinnen) widmete. Die Schwestern betätigten sich in der Hauspflege, in den eigenen Kliniken St. Anna in Luzern (1918-2005), Sorengo (1934-95) und Freiburg (1932-91) sowie auf zahlreichen Stationen in der ganzen Schweiz. Unter der Oberin Emilie Dormann begann 1927 der Einsatz in der Mission in Indien. Ab 1990 wurden die S. in Tansania v.a. in den Bereichen Bildung und Gesundheit (Aidsaufklärung) tätig, danach dann auch in Kenia und Italien. Seit 2000 gliedert sich die Gemeinschaft in die zwei Generalate Schweiz und Indien, die eine Föderation bilden. 2008 gehörten der Gemeinschaft 97 Schweizer, 810 ind., 48 ostafrikan. und neun ital. Schwestern an.


Archive
– Archiv der Gemeinschaft der S., Luzern
Literatur
– H. Messmer, Die Wöchnerinnenpflege und der St. Anna-Verein bis 1918, Liz. Freiburg, 1980
Gott zu Lieb: 75 Jahre Gemeinschaft der S., 1985
HS VIII/2, 627 f.
75 Jahre Indienmission S., 2003
Weltoffen, weitblickend und nahe bei den Menschen: 100 Jahre Gemeinschaft der S. 1909-2009, 2009

Autorin/Autor: Markus Lischer