14/11/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Englisberg

Ehem. polit. Gem. BE, Amtsbez. Seftigen, bildet seit dem 1.1.2004 zusammen mit Zimmerwald die polit. Gem. Wald (BE). Auf dem Längenberg über dem Aaretal gelegen, mit den Weilern E. und Kühlewil. Um 1166 Endlisperc. 1764 223 Einw.; 1850 275; 1900 567; 1950 564; 2000 377. Aus E. stammte das kyburg. Dienstleutegeschlecht E. Im 15. Jh. war die Twingherrschaft E. mit Haulistal (Gem. Kehrsatz) in der Hand von Bernburgern (1433 von Erlach, 1542 Baumgartner). Nach 1570 wurden die Gerichtsrechte an Einheimische verkauft und auf 70 Anteiler aufgesplittert, die den Gerichtsherrn stellten. Im 18. Jh. kauften Bernburger (von Graffenried, Tscharner im Lohn) die Rechte mehrheitlich zurück. Hochgerichtlich gehörte E. bis 1798 zum Landgericht Seftigen, kirchlich ursprünglich zu Belp, seit 1699 zur Kirchgem. Zimmerwald. Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft sank ab 1900 die Bevölkerungszahl des nach wie vor bäuerl. Dorfes. Wichtiger Arbeitgeber ist das 1890 als Armenanstalt gegründete stadtbern. Alters- und Pflegeheim Kühlewil mit Gutsbetrieb (1982-88 Neubau und Altbau-Sanierung). Die Schulgem. Wald, die Zimmerwald und E. bis anhin gebildet hatten, wurde in die neu gegründete Gem. integriert. Das Dorf E. liegt an der Postautolinie Bern-Riggisberg.


Literatur
Alters- und Pflegeheim Kühlewil, 1988

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler