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Sagalowitz, Wladimir

geboren 18.5.1898 Witebsk (Russland, heute Weissrussland),gestorben 31.10.1969 Zürich, isr., aus Russland, ab 1957 von Zürich. Sohn des Hirsch, Flachshändlers aus Minsk, und der Jetta geb. Burland. Bruder des Benjamin ( -> 1). ∞ 1944 Lucie Aus der Au. 1905 Flucht der Fam. nach Königsberg, 1917-21 Medizinstud. an der Univ. Zürich, ab 1922 Besuch einer Mal- und Zeichenschule in Berlin. 1933 Flucht nach Frankreich, in den 1930er Jahren kurze Aufenthalte in der Schweiz, u.a. als Pressezeichner an Zionistenkongressen sowie am Berner Prozess über die "Protokolle der Weisen von Zion" (1933-37). Ab 1943 in Zürich wohnhaft. S. war weiterhin als Pressezeichner für versch. Zeitungen tätig und wurde unter dem Künstlernamen Sagal bekannt, u.a. als Porträtist von Zeitgenossen wie Marc Chagall, Albert Einstein und Thomas Mann. In Skizzen hielt er zahlreiche Aufführungen des Schauspielhauses Zürich, der isr. Habimah und des Zürcher Laientheaters Perez fest.


Literatur
– S. Gisel-Pfankuch, B. Lüthi, Gezeichnet, 2005

Autorin/Autor: Karin Huser